Deutsche Hypo: Trendwende beim Immobilienklima-Index | Immobilien



Beim Immobilienklima-Index der Deutschen Hypo gibt es eine Trendwende. Gegenüber dem Vormonat sinkt der Wert erstmals seit Sommer 2021 und notiert zum Jahresende bei 105,1 Punkten. Die Investoren schätzen vor allem die Mietmärkte negativer ein: Das Ertragsklima sinkt deutlich.

Im September 2021 knackte der Immobilienklima-Index der Deutschen Hypo erstmals seit März 2020 wieder die 100-Punkte-Marke und erreichte einen Wert von 101,4 Punkten. Und die Stimmung der Investoren hellte sich seitdem Monat für Monat weiter auf. Damit scheint nun erstmal Schluss zu sein, wie die Dezember-Umfrage unter rund 1.200 Marktexperten für den Immobilienklima-Index der Deutschen Hypo zeigt: Der Wert fällt gegenüber November (108,3 Punkte) um 2,9 Prozent auf 105,1 Zählerpunkte.

Dafür ist insbesondere die Einschätzung der Mietmärkte verantwortlich: Das Ertragsklima sinkt um 4,8 Prozent. Im November stieg das Ertragsklima gegenüber Oktober noch deutlich um 6,2 Prozent auf 105,2 Zählerpunkte. Auch das Investmentklima ist im Vergleich zu den Vormonaten mit einem Minus von einem Prozent deutlich negativ. Im Jahresrückblick ist das Bild dennoch positiv: Im Vergleich zum Dezember 2020, der wegen Corona allerdings außergewöhnlich schwach ausfiel, verzeichnet das Immobilienklima einen deutlichen Anstieg um 50 Prozent. 

Nur Logistikklima mit stabilen Werten

Das Logistikklima wies drei Monate in Folge rückläufige Werte auf: Im Dezember hat sich der Wert stabil auf 164,5 Punkte eingependelt. In allen anderen Assetklassen geht die Stimmung zurück. Beim Handelsklima am deutlichsten mit minus 10,6 Prozent auf 62,6 Punkte. Im November hatte das Handelsklima noch den deutlichsten Aufschwung verzeichnet und hat gegenüber dem Vormonat um 12,7 Prozent auf 70,1 Punkte zugelegt.

Für das Wohnklima bringt der Dezember ebenfalls einen Rückgang. Der Wert sinkt um 2,4 Prozent auf aktuell 150,9 Zählerpunkte. Und das Büroklima sinkt mittlerweile schon den vierten Monaten in Folge, dieses Mal um 1,4 Prozent auf 106,9 Zählerpunkte. Das Hotelklima hat sich mit minus 1,9 Prozent auf 76,1 Punkte ebenfalls negativ entwickelt.

Im Jahresrückblick zeigt sich auch bei den einzelnen Assetklassen eine außergewöhnliche Entwicklung mit teilweise dreistelligen Anstiegen. Das Hotelklima legte zwischen Dezember 2020 und Dezember 2021 um satte 279,6 Prozent zu, sowie das Handelsklima um 125,5 Prozent, trotz der wiederkehrenden Rückschläge seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Das Logistikklima bleibt Spitzenreiter unter den betrachteten Assetklassen.

Werte und Änderungen der Indizes im Überblick

November 2021

(Wert gerundet)

Dezember 2021

(Wert gerundet)

Veränderung (%)

Immobilienklima

108,3

105,1

– 2,9

Investmentklima

111,4

110,2

– 1,0

Ertragsklima

105,2

100,1

– 4,8

Büroklima

108,3

106,9

– 1,4

Handelsklima

70,1

62,6

– 10,6

Wohnklima

154,6

150,9

– 2,4

Logistikklima

164,5

164,5

+ 0,1

Hotelklima

77,6

76,1

-1,9

Quelle: Bulwiengesa AG

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