Europace-Index EPX: Preise für Neubauten steigen am stärksten | Immobilien



Die Kaufpreise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser steigen weiter deutlich an im Europace Hauspreisindex (EPX) für November. Häuser im Bestand und Eigentumswohnungen verteuern sich im Vergleich dazu relativ moderat – aber die Dynamik zieht wieder leicht an.

Im November sind die Immobilienpreise für Neubauten in Deutschland erneut stark gestiegen – neue Ein- und Zweifamilienhäuser haben sich gegenüber den vergangenen Monaten weiter deutlich verteuert. Im Vergleich dazu entwickeln sich Preise für Bestandshäuser und Eigentumswohnungen relativ moderat, legen aber auch zu.

Der aktuelle Hauspreis-Index EPX, der die Preisentwicklung in den einzelnen Segementen abbildet, erreicht in Summe derzeit 211,93 Indexpunkte. Das ist ein Plus gegenüber Oktober (209,56 Punkte) von 1,13 Prozent. Im Vergleich zu November 2020 legt der Gesamtindex um 13,35 Prozent zu.

Der EPX basiert auf Transaktionsdaten privater Immobilien­finanzierungen der Europace-Plattform und wurde gemeinsam mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) entwickelt. Gestartet wurde die Erhebung im Jahr 2005 mit einem Basiswert von 100 und wird monatlich erhoben.

Neubauten: Preise ziehen weiter am kräftigsten an

Wie schon im Oktober machen die Preise im Segment Neubauten den größten Sprung im November: Mit einem Plus von 1,55 Prozent erzielt der Teilindex nun schon 211,45 Punkte. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat sich der Wert laut Europace um 11,76 Prozent erhöht.

“Grund für den stärkeren Preisanstieg für Neubauten sind unter anderem die steigenden Rohstoffpreise. Die derzeitigen Lieferengpässe und -verzögerungen tragen auch dazu bei”, erklärt Stefan Münter, Co-CEO und Vorstand von Europace, die aktuellen Entwicklungen des EPX.

Eigentumswohnungen: Preisdynamik nimmt wieder Fahrt auf

Bei neuen Eigentumswohnungen gab es im Oktober einen Dämpfer: Die Preise legten nach einem Plus von 1,17 Prozent zwischen August und September nur noch um marginale 0,61 Prozent zu. Im November nimmt die Dynamik wieder Fahrt auf: Mit plus 0,86 Prozent ziehen Preise für Eigentumswohnungen wieder stärker an und erreichen im November 219,05 Indexpunkte – das ist Europace zufolge auch weiterhin mit Abstand der höchste Indexwert verglichen mit den Indexwerten von Bestandshäusern und Neubauten. Im Jahresvergleich sind die Preise für Eigentumswohnungen um 13,45 Prozent gestiegen.

Für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser erhöht sich der Kaufpreis im November um 0,99 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Damit erzielt das Segment 205,30 Indexpunkte. Im Vergleich zu November 2020 verteuerten sich Eigentumswohnungen um 14,93 Prozent.

Entwicklung der EPX-Preisindizes im Detail

Gesamtindex: steigend

Monat

Indexwert

Veränderung / Vormonat

Veränderung / Vorjahresmonat

November 2021

211,93

+ 1,13 Prozent

+ 13,35 Prozent

Oktober 2021

209,56

+ 0,73 Prozent

+ 13,14 Prozent

September 2021

208,05

+ 0,74 Prozent

+ 13,13 Prozent

August 2021

206,52

+ 0,89 Prozent

+ 13,41Prozent

Juli 2021

204,71

+ 1,44 Prozent

+ 13,28 Prozent

Juni 2021

201,81

+ 1,24 Prozent

+ 13,05 Prozent

Mai 2021

199,34

+ 1,34 Prozent

+ 12,30 Prozent

April 2021

196,70

+ 1,24 Prozent

+ 11,71 Prozent

März 2021

143,18  

+ 0,48 Prozent

+ 4,90 Prozent

Februar 2021

142,49  

– 0,22 Prozent

+ 4,84 Prozent

Januar 2021

142,81  

+ 0,42 Prozent

+ 4,71 Prozent

Quelle: Europace

Eigentumswohnungen: leicht steigend

Monat

Indexwert

Veränderung / Vormonat

Veränderung / Vorjahresmonat

November 2021

219,05

+ 0,86 Prozent

+ 13,45 Prozent

Oktober 2021

217,19

+ 0,61 Prozent

+ 13,21 Prozent

September 2021

215,87

+ 1,17 Prozent

+ 13, 39 Prozent

August 2021

213,38

+ 0,72 Prozent

+ 13,69 Prozent

Juli 2021

211,86

+ 1,03 Prozent

+ 14,11 Prozent

Juni 2021

209,71

+ 1,02 Prozent

+ 14,30 Prozent

Mai 2021

207,60

+ 1,73 Prozent

+ 13,73 Prozent

April 2021

204,06

+ 1,02 Prozent

+ 12,07 Prozent

März 2021

201,99

+ 1,48 Prozent

+ 11,46 Prozent

Februar 2021

199,05

+ 1,26 Prozent

+ 10,84 Prozent

Januar 2021

196,57

+ 1,23 Prozent

+ 10,97 Prozent

Quelle: Europace

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser: stark steigend

Monat

Indexwert

Veränderung / Vormonat

Veränderung / Vorjahresmonat

November 2021

211,45

+ 1,55 Prozent

+ 11,76 Prozent

Oktober 2021

208,22

+ 1,33 Prozent

+ 10,59 Prozent

September 2021

205,48

+ 0,43 Prozent

+ 9,72 Prozent

August 2021

204,61

+ 0,96 Prozent

+ 9,52 Prozent

Juli 2021

202,66

+ 1,14 Prozent

+ 9,17 Prozent

Juni 2021

200,38

+ 0,99 Prozent

+ 8,59 Prozent

Mai 2021

198,41

+ 0,92 Prozent

+ 8,21 Prozent

April 2021

196,60

+ 1,42 Prozent

+ 8,08 Prozent

März 2021

193,84  

+ 0,87 Prozent

+ 7,51 Prozent

Februar 2021

192,17

+ 0,89 Prozent

+ 7,34 Prozent

Januar 2021

190,47

– 0,14 Prozent

+ 6,48 Prozent

Quelle: Europace

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser: minimal steigend

Monat

Indexwert

Veränderung / Vormonat

Veränderung / Vorjahresmonat

November 2021

205,30

+ 0,99 Prozent

+ 14,93 Prozent

Oktober 2021

203,28

+ 0,24 Prozent

+ 15,80 Prozent

September 2021

202,79

+ 0,61 Prozent

+ 16,51 Prozent

August 2021

201,57

+ 0,99 Prozent

+ 17,33 Prozent

Juli 2021

199,60

+ 2,18 Prozent

+ 16,85 Prozent

Juni 2021

195,33

+ 1,73 Prozent

+ 16,60 Prozent

Mai 2021

192,01

+ 1,36 Prozent

+ 15,22 Prozent

April 2021

189,43

+ 1,28 Prozent

+ 15,34 Prozent

März 2021

187,04

+ 1,95 Prozent

+ 14,73 Prozent

Februar 2021

183,46 

+ 1,36 Prozent

+ 14,44 Prozent

Januar 2021

180,99

+ 0,71 Prozent

+ 13,40 Prozent

Quelle: Europace

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