Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland flüchten, müssen untergebracht werden. Auch Wohnungsunternehmen bieten Hilfe an. Der Spitzenverband GdW hat nun ein Onlineportal eingerichtet: Hier werden bundesweit Wohnangebote gesammelt und veröffentlicht.

Hunderttausende Menschen flüchten vor dem Krieg in der Ukraine. Viele kommen in Deutschland an und brauchen hier eine Unterkunft. Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. hat jetzt ein zentrales Onlineportal eingerichtet, auf dem Geflüchtete Informationen zur Unterbringung und Unterstützung finden können. Dazu hat der Verband Kommunen bundesweit gebeten, konkrete Hilfsangebote zu melden.

“Alle, die über Hilfs- und Unterbringungsangebote verfügen, können uns die entsprechenden Kontaktadressen zusenden. Sie werden dann in einer Deutschlandkarte, sortiert nach Bundesländern, zu finden sein”, erklärte GdW-Präsident Axel Gedaschko. 

Zahlreiche Wohnungsunternehmen – auch die Wohnungsunternehmen und Regionalverbände im GdW – unterstützen die Menschen aus der Ukraine bereits mit Angeboten vor Ort.



GdW-Portal mit bundesweiten Infos zu Unterkunfts- und Hilfsangeboten für Geflüchtete

BFW & VDIV: Spenden und schnelle Vermittlung von Wohnraum

Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen hat zu Spenden für die Ukraine-Hilfe des Aktionsbündnis “Deutschland hilft!” aufgerufen. Außerdem stehe man mit den Landesverbänden im engen Austausch, um Unterkunftsmöglichkeiten für Geflüchtete zu identifizieren und diese Informationen an die entsprechenden Stellen auf Bundesebene weiterzugeben, erklärte BFW-Präsident Andreas Ibel.

Der Verband der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV) und seine Landesverbände appellieren an ihre Mitglieder und Eigentümer, Menschen, die aus der Ukraine fliehen, schnelle Hilfe anzubieten – einen Platz zum Ankommen und zum Übernachten: Zimmer, Wohnungen, Schlafmöglichkeiten auf Zeit, möbliert oder unmöbliert.

Immobilienwirtschaft: Hilfe in Koordination mit Kommunen

Der Immobilienkonzern LEG hat am 8. März in Absprache mit den Kommunen Koordinierungsstellen für die Unterbringung geflüchteter Menschen aus der Ukraine eingerichtet. Das Unternehmen bewirtschaftet zirka 167.000 Wohnungen an 170 Standorten in Deutschland, Schwerpunkt ist Nordrhein-Westfalen (NRW). Die LEG-Stiftung “Dein Zuhause hilft“ hat zudem einen Nothilfefonds in Höhe von vorerst 500.000 Euro aufgelegt, um die Ersteinrichtung der Wohnungen zu finanzieren.

Dort, wo die LEG und die LEG-Stiftungen nicht direkt helfen können, wird der Austausch mit Partnern im karitativen Bereich und mit den Verbänden und Vereinen gesucht, mit denen das Unternehmen auch sonst zusammenarbeitet. Perspektivisch sollen auch Ausbildungs- und Arbeitsplätze angeboten werden.

Auch der Investor Peach Property Group hat in NRW eine Koordinierungsstelle zwischen Kommunen und Immobilienunternehmen eingerichtet: Über diese wird verfügbarer Wohnraum gemeldet.

ZIA fordert “Flüchtlingsgipfel” von Olaf Scholz

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA hat in einem Schreiben an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angeregt, den während der “Ära Merkel” eingerichteten “Flüchtlingsgipfel” der Bundesrepublik erneut einzuberufen. “Es gibt bereits jetzt krisenbedingte Anfragen auf die Bereitstellung von Wohnungen und soziale Initiativen unserer Wohnungsfirmen”, teilte Verbandspräsident Andreas Mattner dazu mit.

Notwendig sei ein Gipfel mit Bund, Ländern, Gemeinden und gesellschaftlich relevanten Gruppen, auf dem gemeinsam nach einer zur Lösung kurzfristiger Bedarfe gesucht werde, so Mattner. “Wir müssen uns schon jetzt auf noch wachsende Bedarfe an Unterbringungen und Wohnen vorbereiten, da unsere Lage ohnehin schon angespannt ist.“

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