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Fast drei von vier Wohnungen in Berlin werden mit Balkon angeboten – so begehrt das Extra in dieser und anderen Großstädten ist, viel mehr Miete bringt es nicht ein, wie Immowelt analysiert hat. Es gilt: Wo bereits hochpreisig vermietet wird, ist kaum noch Luft nach oben. Doch es gibt Ausnahmen.

In den heiß umkämpften Großstädten können Wohnungen ohne Extras bereits so hochpreisig vermietet werden, dass Preisaufschläge für so ein begehrtes Merkmal wie einen Balkon kaum ins Gewicht fallen. In München etwa, der teuersten Stadt Deutschlands, wird eine exemplarische 80-Quadratmeter-Wohnung schon ohne Balkon für 1.350 Euro Miete angeboten – der würde nur zehn Euro mehr kosten zusätzlich.

Je höher die Wohnungsmieten, desto geringer fällt der Aufpreis für einen Balkon aus, lautet das Fazit einer aktuellen Analyse von Immowelt. In günstigeren Städten fällt der Aufpreis deutlicher aus. Verglichen wurden die Neuvertragsmieten für Bestandswohnungen (Baujahr zwischen 1945 und 2018) mit und ohne Balkon in den 14 größten deutschen Städten, die auf der Maklerplattform inseriert und mehrfach nachgefragt waren.

Sonderfall Frankfurt: Teure Miete und teurer Balkon

In Düsseldorf und Hamburg ist das Mietniveau ebenfalls sehr hoch. Auch ohne Balkon werden beispielhafte 80 Quadratmeter bereits für jeweils 910 Euro angeboten. Einen messbaren Aufschlag für Objekte mit Balkon gibt es dafür weder in der Hauptstadt Nordrhein-Westfalens noch in der Hansestadt.

In Dortmund wiederum wird eine 80-Quadratmeter-Mietwohnung mit Balkon für 580 Euro angeboten – 40 Euro mehr als ohne. 20 Euro mehr im Monat müssen Mieter in Essen (630 Euro), Leipzig (580 Euro) und Dresden (570 Euro) bezahlen, wenn sie einen Balkon haben wollen.

Ein Sonderfall ist nach Recherchen von Immowelt Frankfurt am Main: Hier sind die Angebotsmieten für Wohnungen ohne Balkon mit 1.010 Euro für 80 Quadratmeter bereits sehr hoch – es ist die zweitteuerste Stadt in der Untersuchung –, trotzdem müssen monatlich 40 Euro mehr bezahlt werden für den Balkon.

Ist das Mietniveau geringer, haben Suchende Luft nach oben im Budget. Für einen Balkon sind viele bereit, monatlich etwas mehr Miete zu zahlen. In hochpreisigen Städten suchen Mieter häufig bereits am oberen Ende ihres Budgets. Noch mehr Geld für einen Balkon wollen sich viele nicht leisten.

Anteil Balkon-Wohnungen: Berlin toppt alle mit 71 Prozent

Bei der Einordnung gibt Immowelt allerdings zu bedenken, dass die Fläche eines Balkons in der Regel zu 25 bis 50 Prozent in die Gesamtfläche der Wohnung eingerechnet wird. Bei gleicher Gesamtfläche ist die nutzbare Innenfläche bei Wohnungen mit Balkon also minimal weniger. 

In nahezu allen Städten waren die im untersuchten Zeitraum auf der Plattform inserierten Wohnungen mit Balkon in der Mehrheit: In 13 von 14 Städten beträgt der Anteil von Wohnungen mit Balkon am gesamten Angebot mehr als 50 Prozent. Nur in Essen sind weniger als die Hälfte (47 Prozent) der Inserate mit Balkon. Den höchsten Anteil hat Berlin: Fast drei von vier Mietwohnungen im Angebot sind mit Balkon ausgestattet.

Angebotsmieten für Wohnungen mit und ohne Balkon

Stadt Miete ohne Balkon Miete mit Balkon Differenz

Anteil Wohnungen mit Balkon am Angebot

Berlin

790 €

800 €

10 €

71 %

Bremen

660 €

670 €

10 €

58 %

Dortmund

540 €

580 €

40 €

57 %

Dresden

550 €

570 €

20 €

55 %

Düsseldorf

910 €

910 €

68 %

Essen

610 €

610 €

20 €

47 %

Frankfurt/Main

1.010 €

1.050 €

40 €

62 %

Hamburg

910 €

910 €

61 %

Hannover

700 €

720 €

20 €

52 %

Köln

910 €

920 €

10 €

59 %

Leipzig

560 €

580 €

20 €

65 %

München

1.350 €

1.360 €

10 €

55 %

Nürnberg

770 €

780 €

10 €

58 %

Stuttgart

900 €

910 €

10 €

65 %

Quelle: Immowelt

Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise (Nettokaltmieten bei Neuvermietung): Auf immowelt.de inserierte Angebote in den 14 deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern, die im Zeitraum Januar bis Mai 2022 angeboten wurden. Berücksichtigt wurden nur Angebote, die vermehrt nachgefragt wurden. Die mittels hedonischer Verfahren errechneten Werte geben den Mietpreis für eine beispielhafte Wohnung (3 Zimmern; 80 Quadratmeter; 2. Stock). Als Bestand gilt ein Baujahr zwischen 1945 und 2018.

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