Hand mit Handy und Symbol 5G

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Nach der Veröffentlichung eines gemeinsamen Aufrufs zur Einreichung von Projekten fördern Frankreich und Deutschland vier Projekte zu 5G-Anwendungen mit insgesamt 17,7 Millionen Euro. Ziel ist es, mit innovativen Lösungen das europäische Ökosystem für private Netzwerke im Bereich der 5G-Telekommunikation zu stärken. Bei den Projekten handelt es sich um deutsch-französische Kooperationen in beiden Ländern.

Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, sagte in diesem Zusammenhang: “Ich freue mich auf eine intensive deutsch-französische Zusammenarbeit. Sie ist ein wichtiger Baustein, um die Wirtschaft mit neuesten Technologien voranzubringen. Die ausgewählten Konsortien werden wesentliche Fortschritte im Bereich privater 5G-Netze erzielen. Wir gehen damit einen weiteren großen Schritt für digitale Souveränität bei 5G in Europa. Und es zeigt auch: Wir wollen die neuesten Mobilfunkstandards nicht nur einführen, sondern auch mitgestalten.“

Bruno Le Maire, Minister für Wirtschaft, Finanzen und Konjunktur, gab die folgende Erklärung ab: “Die heute bekannt gegebenen Siegerprojekte werden die Innovationszusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland im Bereich der Telekommunikationsnetze stärken. Der Aufbau eines deutsch-französischen, souveränen Ökosystems für 5G und für künftige Telekommunikationsnetztechnologien wird eine Schlüsselrolle spielen, um Europa an der Spitze der Innovation bei 5G und seinen Weiterentwicklungen zu positionieren. 5G wird ein Wettbewerbsfaktor für unsere Industrie und im weiteren Sinne auch für unsere Wirtschaft sein.”

Bereits im Jahr 2020 vereinbarten Frankreich und Deutschland eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der 5G-Anwendungen und starteten im Mai 2021 einen Förderaufruf für Innovationsprojekte. Mit den vier Gewinnerprojekten werden die beteiligten 16 deutschen und 14 französischen Partner den Mehrwert von 5G in verschiedenen Anwendungsszenarien wie in der Industrie 4.0, in Gewerbegebieten oder in intelligenten Operationssälen demonstrieren.
Am 19. Januar 2022 fand ein virtuelles Kick-off-Meeting statt, auf dem die deutsch-französischen Konsortien ihre Projekte vorstellten.

Das Projekt 5GOPERA wird ein deutsch-französisches Ökosystem im Bereich der privaten 5G-Netze (“Campus-Netze”) mit offenen und/oder virtualisierten Hardware– und Softwarelösungen auf der Grundlage einer offenen Architektur schaffen. Neben Testumgebungen für Industrie 4.0 in beiden Ländern unterstützt 5GOPERA die Tests der drei ausgewählten Demonstrationsprojekte (siehe unten).
Partner: Fraunhofer IIS (GER), Fraunhofer HHI (GER), IABG (ALL), NXP (GER), Smart Systems Hub (GER), TU Berlin (GER), TU Dresden (GER), Xelera (GER), Alsatis (FR), AW2S (FR), CEA-Leti (FR), Ekinops (FR), Eurecom (FR), Kalray (FR), IRT b-com (FR), NXP (FR)

Das Projekt 5G4BP zielt darauf ab, eine europäische Lösung für Souveränität umzusetzen und offene 5G-Netze in Gewerbegebieten oder Gemeinden einzurichten, die bisher noch nicht von öffentlichen Mobilfunknetzen abgedeckt sind. Diese 5G-Netze basieren auf einer offenen Architektur.
Partner: Highstreet Technologies (GER), Xelera Technologies (GER), 6Wind (FR), Alsatis (FR), AW2S (FR), Spectronite (FR)

Das Projekt 5G OR wird die Entwicklung eines drahtlos vernetzten Operationssaals in einer privaten 5G-Netzwerkumgebung ermöglichen und besonders personalisierte und sichere minimalinvasive Eingriffe unterstützen. Der Einsatz von 5G soll so auch die Behandlungsqualität verbessern. Die interoperablen Demonstratoren werden in Kliniken in Berlin, Mannheim und Straßburg eingesetzt.
Partner: Krankenhaus Mannheim (GER), Krankenhaus der Charité in Berlin (GER), Institut Fraunhofer IPA (GER), Karl Storz (GER), Sectorcon (GER) IHU Strasbourg (FR), IRT b-com (FR), RDS (FR)

Auch das Projekt 5G FORUM bringt französische und deutsche Industrie- und Universitätsakteure zusammen, um drahtlose 5G-Lösungen für den Operationssaal zu entwickeln. Die Installation und Vernetzung wichtiger medizinischer Geräte wird einfacher und sicher gestaltet; außerdem können die Chirurgen bei Bedarf besser auf Teleunterstützung zurückgreifen. Im Ergebnis wird das Projekt die Arbeitsumgebung des Chirurgen optimieren und so auch die Patientenversorgung verbessern. Das Testen dieser Lösungen erfolgt im Universitätsklinikum Aachen. In einer zweiten Phase des Projekts wird eine ähnliche Umgebung in Grenoble implementiert.
Partner: RWTH Aachen University (GER), Surgitaix (GER), Uniklinik RWTH Aachen (GER), AMA (FR), Haventure (FR)

In Frankreich ist das Förderprogramm Teil der nationalen Förderstrategie „”. In Deutschland ergänzt die Maßnahme die nationalen Aktivitäten im Bereich „”des BMWK.



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