Erdölbohrturm im Sonnenuntergang; Quelle: istockphoto.com/David Jones

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In der Sondersitzung des IEA-Verwaltungsrates auf Ministerebene am 01.04.2022 haben alle IEA-Mitgliedstaaten den von den USA initiierten und eingebrachten Beschluss über die Freigabe von Ölreserven im Umfang von 120 Mio. Barrel grundsätzlich mitgetragen. Deutschland leistet erneut seinen Beitrag entsprechend dem deutschen Anteil von 5,4 Prozent am Mineralölverbrauch der IEA-Länder. Die Freigabe-Beiträge der teilnehmenden IEA-Mitgliedstaaten wurden am 07.04.22 vom IEA-Verwaltungsrat offiziell gebilligt. In Deutschland erfolgt die Freigabe von Mengen aus der Ölreserve diesmal nicht sofort, sondern gestuft und gestreckt über einen Zeitraum von 6 Monaten.

Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Patrick Graichen: „Wir leisten damit einen weiteren Beitrag im internationalen Kreis. Nie zuvor war es so wichtig, geschlossen zu handeln. Der in der IEA abgestimmte Schritt soll auch zur Beruhigung der Märkte und Stabilisierung der Preise dienen.“

Der IEA Beschluss vom 01.04.2022 wird jetzt konkretisiert und umgesetzt. Der Erdölbevorratungsverband wird in Absprache mit dem BMWK die entsprechenden Mineralölvorräte den Unternehmen der Mineralölwirtschaft zum Kauf zu Marktpreisen anbieten. Allerdings soll dies – abweichend von früheren Freigaben – dieses Mal gestreckt über einen Zeitraum von 6 Monaten im Einklang mit versorgungspolitischen Notwendigkeiten erfolgen.

Aktuell ist die Versorgung gesichert – es gibt in Deutschland keine Einschränkung bei der Versorgung mit Rohöl und Mineralölprodukten.

Der deutsche Anteil von 5,4 Prozent umfasst rund 6,5 Mio. Barrel. Das entspricht rund 4 Prozent der deutschen Mineralölreserve. Nach einer Freigabe dieser Menge würde das die Reichweite der strategischen Reserven jedoch nur um rd. 3,5 Tage reduzieren.



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