Ohne ESG geht in der Immobilienbranche nichts mehr. Wie Firmen die Nachhaltigkeitskriterien durch Digitalisierung umsetzen, zeigt ein ZIA-Report. Wichtig für den Erfolg: mehrdimensionales Denken – auf der Immobilienebene, der Unternehmensebene und der Smart-City-Ebene.

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA und die Blackprintpartners GmbH haben einen Report veröffentlicht, der Unternehmen Handlungsempfehlungen zur erfolgreichen Umsetzung der Themen ESG (Environmental, Social, Governance) und Digitalisierung an die Hand gibt.

“ESG und Digitalisierung sind die zwei größten Game Changer, die die Immobilienwirtschaft je gesehen hat”, sagt Sarah Maria Schlesinger, Managing Partner bei Blackprintpartners. “Beide zusammen werden die bauende und gebaute Welt so tiefgreifend verändern, wie wir es uns heute kaum vorstellen können.”

Der ESG-Report beschreibt mit Best-Practice-Beispielen Maßnahmen, die zu mehr ökologischer Nachhaltigkeit im Neubau oder im Bestand führen können, die Gesundheit und das Wohlergehen in Wohn- und Arbeitsumgebungen fördern und ein zukunftsfähiges Setup im Blick auf Kernsysteme, Daten oder Prozesse schaffen. 

ESG-Dimensionen: Immobilien, Unternehmen, Smart City

Erarbeitet wurden die Best-Practice-Beispiele und Lösungsansätze – vom Einstieg über das Budget bis hin zur konkreten Umsetzung – von einer Projektgruppe des ZIA-Ausschusses Digitalisierung. Die wichtigste Erkenntnis der Gruppe: Das Thema “ESG” muss mehrdimensional betrachtet werden:

  1. auf der Immobilienebene,
  2. der Unternehmensebene und
  3. der Smart-City-Ebene.

Auf der Immobilienebene geht es um das Raumklima und Gebäudekonditionen, die Energieeffizienz, Services für Mieter sowie um Instandhaltung und Sanierung von Gebäuden. Auf der Unternehmensebene sind Smart Mobility und New Work entscheidende Parameter, um ESG und Digitalisierung zu implementieren – während es auf der Smart-City-Ebene um Projektentwicklung und nachhaltige Sanierung und um Infrastruktur (Verkehr und Governance) sowie Versorgung und Logistik geht.

“Mehr Klimaschutz, mehr Nachhaltigkeit kann es nur durch mehr digitale Daten geben”, sagt Aygül Özkan, stellvertretende ZIA-Hauptgeschäftsführerin. Die Notwendigkeit, mit Hilfe der Digitalisierung zur Erreichung der Klimaziele und zur Erfüllung von ESG Kriterien beizutragen, habe die Immobilienbranche erkannt.



Report “ESG und Digitalisierung – Best Practices für ein neues Nachhaltigkeitsmanagement in der Immobilienwirtschaft”

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